Liebe Ute…

In unserem sich immer wieder verändernden, neu suchenden, orientierenden und findenden Verband, durften wir 24 Jahre lang auf eine für uns sehr wichtige Konstante vertrauen: auf dich!

Guckloch 01/2002

Als du am 1. Dezember 2001 zur KjG gestoßen bist, stand kurz darauf in deiner Vorstellung im Guckloch-Magazin, dass du dich auf den Kontakt mit den KjGler*innen freust und dass man dich jederzeit gerne anrufen kann, um Fragen oder Probleme im direkten Gespräch zu klären. Genau das hast du dir in den 24 Jahren KjG-Tätigkeit bewahrt und es gelebt: Der direkte Draht zu den KjGler*innen vor Ort war dir immer wichtig und umgekehrt konnten Generationen von jungen Engagierten in unseren Pfarrgruppen immer darauf vertrauen, in dir eine gute Ansprechperson im KjG-Büro zu haben, die immer ein offenes Ohr hat und immer eine hilfreiche Antwort parat (oder das Wissen darum, wo die gesuchte Hilfe zu finden ist).

Kaum hattest du deinen Schreibtisch in der Rosenstraße richtig eingerichtet, stand der erste Umzug des KjG-Büros in den Hafenweg an. Weitere Umzüge ins Wegesende und in die Schillerstraße, in der du nun deinen Schreibtisch leer geräumt hast, sollten folgen.

Die Leere deines Schreibtisches passt gerade ein Bisschen auch zu uns. Es ist seltsam und ungewohnt, nun nicht mehr ins Büro zu kommen und von dir mit einem freundlichen Lächeln begrüßt zu werden, uns von dir erzählen zu lassen, was gerade in unseren Pfarrgruppen tolles passiert oder auch wie dein Wochenende aussah. Ja, es wird ungewohnt sein ohne dich. Aber niemand weiß so gut wie du: Es wird weitergehen, Veränderungen machen uns als KjG aus und wir wachsen daran. 24 Jahre bei einem Arbeitgeber sind etwas besonderes. 24 Jahre in einem Jugendverband sind es erst recht, bedeuten sie doch ständig neue Chefs vor die Nase gesetzt zu bekommen und viele Veränderungen zu begleiten. Für dich war das kein großes Thema, du hast in den Veränderungen immer das Positive gesehen und die Chancen darin hervorgehoben. Insofern sind wir gerade zwar etwas wehmütig; die Dankbarkeit für 24 gemeinsame Jahre und all das, was du uns nachhaltig mitgegeben hast, überwiegt aber.

Wertschätzung war dir immer ein wichtiges Anliegen. Vor allem natürlich mit Blick auf das unbezahlbare ehrenamtliche Engagement so vieler junger KjGler*innen in unserem gesamten Bistum. Für dieses Engagement bist du aber immer eine wertvolle Stütze gewesen und hast vieles erst ermöglicht oder dafür Sorge getragen, dass sich unsere Ehrenamtlichen auf ihre inhaltliche Arbeit fokussieren können. Auch das gilt es wertzuschätzen – und das können wir gar nicht genug tun oder das hier in wenige Worte fassen.

Bei deiner Verabschiedung am 7. März waren viele Wegbeleiter*innen aus den letzten 24 Jahren dabei: Ehemalige Diözesanleitungen, frühere Arbeitskolleg*innen und auch ehemalige Freiwilligendienstleistende, deren Begleitung und Förderung dir immer besonders wichtig war und von denen du ganze Generationen auf dem Weg ins Erwachsen-Werden und Erwachsen-Sein begleitet hast. Dass sie alle gerne gekommen sind, um dich noch einmal mit einem tosenden Applaus zu feiern und mit dir anzustoßen, zeigt sehr deutlich, wie wichtig du vielen von uns warst und bist.


Meistens bist du es gewesen, die vor allen anderen neue Infos und News aus dem KjG-Kosmos berichten konnte. Umso mehr hat es uns gefreut, dass wir es geschafft haben, eine kleine Überraschung vor dir geheim zu halten und an dir als Teil der Seelenbohrepreis-Jury vorbei eben diesen Preis für dich vorbereiten zu dürfen.

Liebe Ute, für deinen unfassbaren Einsatz rund um die KjG hast du dir den Seelenbohrerpreis absolut verdient. Mehr als 24 Jahre lang hast du für die KjG gearbeitet, mit Herz, Verstand, KjG-Verbundenheit und einer beeindruckenden Ausdauer. In dieser Zeit hast du viele Veränderungen und neue Herausforderungen des Verbandes miterlebt und mitgetragen. Du hast Umbrüche begleitet, Strukturen gestärkt und Generationen von Ehrenamtlichen unterstützt.
Du warst ein Fels in der Brandung, eine verlässliche Konstante im KjG-Büro, wenn sich um dich herum vieles bewegte. Für unsere Pfarrgruppen warst du Ansprechpartnerin, Ratgeberin und Mutmacherin.
Wer eine Frage hatte, wusste: Du weißt Rat oder zumindest, wo man nachfragen muss. Ohne dich wäre die KjG nicht das, was sie heute ist. Dieser Preis ist deshalb nicht nur eine Auszeichnung, er ist eine Würdigung deines Lebenswerks für die KjG.

Ute erhält den Seelenbohrerpreis für ihr KjG-Lebenswerk

Wir wünschen dir alles Gute für deinen Ruhestand, wohl wissend, dass es bei dir niemals wirklich ruhig ist.
Mach dich auf zu neuen Abenteuern – aber bitte komm immer wieder zu deiner KjG zurück, um uns davon zu erzählen!

DANKE, LIEBE UTE!


Hier noch ein kleiner (natürlich absolut unvollständiger) Rückblick auf viele schöne KjG-Momente mit Ute: